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Die Maschinenakte: Historie, die man findet

Was zu einer Anlage gehört, liegt meist an fünf Stellen. Eine Maschinenakte führt es zusammen – und macht aus der Seriennummer den Schlüssel zu allem.

Jonas Weber

Produktmanagement ·

Mehrere Bildschirme mit Oberflächen einer Software, übereinandergelegt

Fragen Sie in einem Servicebetrieb nach der Historie einer bestimmten Maschine, und Sie bekommen fünf Antworten: Die Aufträge stehen in der Warenwirtschaft, die Protokolle liegen als PDF auf dem Server, die Fotos sind auf dem Handy des Technikers, die Betriebsanleitung im Ordner in der Werkstatt und die Konfiguration im Kopf des Kollegen, der die Anlage aufgestellt hat.

Ein Ort je Anlage

Die Maschinenakte dreht das um: Es gibt je Anlage einen Ort, und alles, was zu ihr gehört, liegt dort oder verweist dorthin. Stammdaten, Standort, Betreiber, Baugruppen und Komponenten mit ihren eigenen Seriennummern. Jeder Auftrag, der jemals an dieser Anlage ausgeführt wurde, mit Protokoll, Fotos und verbauten Teilen. Die Dokumente: Anleitung, Schaltplan, Konformitätserklärung, Prüfbescheinigungen.

Die Seriennummer ist der Schlüssel

Damit die Akte gefunden wird, braucht sie einen Schlüssel, den jeder hat, der vor der Maschine steht: die Seriennummer. Ein QR-Code am Typenschild, der auf die Akte führt, spart die Suche ganz – der Techniker scannt und steht in der Historie, der Betreiber scannt und meldet die Störung an der richtigen Anlage.

Struktur statt Ordner

Ein Ordner je Maschine auf dem Fileserver ist ein Anfang, aber keine Akte. Er sagt nicht, welches Dokument das aktuelle ist, welcher Auftrag welches Teil verbaut hat oder wann die nächste Prüfung fällig ist. Die Akte braucht Struktur: Aufträge sind Aufträge, Dokumente sind Dokumente, Komponenten sind Komponenten – und alle hängen an derselben Anlage.

Auch für den Kunden

Eine Akte, die der Betreiber selbst einsehen kann, beantwortet die meisten Rückfragen, bevor sie gestellt werden: Wann war der letzte Service, was wurde gemacht, wo ist das Protokoll. Für den Hersteller ist das weniger Telefon; für den Betreiber ist es der Nachweis, den er für sein eigenes Audit braucht.

Wo anfangen

Mit den Anlagen, die im Feld stehen und regelmäßig Service brauchen. Für jede eine Akte anlegen, die vorhandenen Dokumente ablegen und ab sofort jeden Auftrag dort führen. Die Historie der letzten Jahre lässt sich nachtragen, wenn es sich lohnt – wichtiger ist, dass ab heute nichts mehr an fünf Stellen liegt.

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