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QR-Codes an der Anlage: Der kürzeste Weg zur Störungsmeldung

Ein Aufkleber am Typenschild, und der Betreiber meldet die Störung an der richtigen Maschine – ohne Anruf, ohne Suche nach der Seriennummer. Wie das in der Praxis läuft.

Jonas Weber

Produktmanagement ·

Ein Schreibtisch mit einem großen Bildschirm, auf dem Programmcode zu sehen ist

Die typische Störungsmeldung beginnt mit einer Suche. Der Mitarbeiter des Betreibers sucht die Telefonnummer des Service, dann die Seriennummer der Maschine, dann jemanden, der sagen kann, was genau nicht geht. Beim Hersteller sucht die Kollegin am Telefon die Anlage im System, den Kunden, den Vertrag. Zehn Minuten sind vergangen, bevor der eigentliche Inhalt der Meldung aufgenommen ist.

Scannen statt suchen

Ein QR-Code an der Anlage kürzt das ab. Er führt auf eine Seite, die diese eine Maschine kennt: Typ, Seriennummer, Standort, Betreiber. Der Mitarbeiter beschreibt die Störung, macht ein Foto, schickt ab. Beim Hersteller entsteht daraus ein Vorgang an der richtigen Anlage, mit allem, was die Telefonistin sonst hätte erfragen müssen.

Kein Konto, keine App

Damit der Code genutzt wird, darf er nichts voraussetzen. Die Seite dahinter muss im Browser des Telefons laufen, ohne Anmeldung und ohne Installation. Wer erst ein Passwort braucht, ruft doch wieder an. Für Betreiber, die mehr wollen – Historie einsehen, Aufträge verfolgen –, gibt es das Kundenportal; die Störungsmeldung selbst muss ohne auskommen.

Derselbe Code für den Techniker

Der Code dient nicht nur dem Betreiber. Der eigene Techniker scannt ihn vor Ort und steht in der Maschinenakte: Historie, letzte Aufträge, Dokumente, offene Punkte. Er muss die Anlage nicht suchen und trägt seinen Einsatz von vornherein an der richtigen ein.

Wo der Code hingehört

Ans Typenschild oder direkt daneben, gedruckt auf ein Material, das die Umgebung aushält – in einer Werkhalle heißt das Öl, Reinigungsmittel und Sonne. Der Code sollte die Seriennummer im Klartext tragen, damit er auch dann noch nützt, wenn ihn niemand scannen kann. Und er sollte bei der Auslieferung angebracht werden, nicht nachträglich: Was beim Aufstellen dran ist, bleibt dran.

Was sich ändert

Meldungen kommen vollständiger und früher, weil die Hürde niedriger ist. Der Innendienst nimmt weniger Anrufe an und legt keine Vorgänge mehr von Hand an. Und jede Meldung landet an der Anlage, zu der sie gehört – die Voraussetzung für jede Auswertung, welche Maschinen Ärger machen.

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Zwei Personen besprechen einen Vorgang am Tablet

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