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Instandhaltung2 Min. Lesezeit

Wartungspläne, die eingehalten werden

Die meisten Wartungspläne scheitern nicht an der Planung, sondern an der Erinnerung. Wie aus Intervallen Aufträge werden, die tatsächlich jemand ausführt.

Miriam Hofer

Beratung Instandhaltung ·

Zwei Kollegen sitzen an einem Tisch und blicken gemeinsam nach oben, hinter ihnen ein Regal

Jeder Betrieb hat einen Wartungsplan. Er steht in der Betriebsanleitung, in einer Excel-Liste oder im Kopf des dienstältesten Mitarbeiters. Und fast jeder Betrieb kennt den Moment, in dem eine Maschine steht und sich herausstellt, dass die letzte Wartung deutlich länger her ist, als der Plan vorsah.

Das Intervall ist nicht das Problem

Ob eine Anlage alle sechs Monate oder alle 2.000 Betriebsstunden gewartet werden soll, weiß in der Regel jeder. Das Problem ist der Weg vom Intervall zum Auftrag: Irgendjemand muss merken, dass es so weit ist, den Auftrag anlegen, einen Techniker finden und dafür sorgen, dass die Teile da sind. In jedem dieser Schritte kann die Wartung liegen bleiben, und im Tagesgeschäft bleibt sie das auch.

Aus dem Intervall wird ein Auftrag

Der Plan muss deshalb selbst Aufträge erzeugen. Ein Wartungsplan, der an der Anlage hängt, legt zum fälligen Termin einen Vorgang an, mit der passenden Checkliste, den vorgesehenen Teilen und dem zuständigen Team. Niemand muss daran denken; der Auftrag steht in der Plantafel wie jeder andere und wird dort auch verplant.

Nach Zeit oder nach Leistung

Nicht jede Anlage läuft gleichmäßig. Für eine Presse im Dreischichtbetrieb ist ein festes Halbjahresintervall zu grob; für einen Notstromgenerator, der zwanzig Stunden im Jahr läuft, ist es zu eng. Wo Betriebsstunden oder Zyklen vorliegen, sollte der Plan nach ihnen gehen – und nach Zeit nur als Obergrenze.

Was zählt, ist die Historie

Ein eingehaltener Wartungsplan ist am Ende eine Reihe abgeschlossener Aufträge an derselben Anlage, jeder mit Datum, Techniker, Protokoll und verbauten Teilen. Diese Historie ist der eigentliche Wert: Sie zeigt, welche Anlage häufiger Aufmerksamkeit braucht als geplant und welche Teile immer wieder getauscht werden, und sie ist der Nachweis, den Versicherer und Prüfer sehen wollen.

Anfangen mit den zehn wichtigsten Anlagen

Wer alle Anlagen auf einmal in einen Plan bringen will, wird nie fertig. Besser sind die zehn, deren Stillstand am teuersten ist. Für sie einen Plan mit Intervall, Checkliste und Teileliste anlegen, drei Monate laufen lassen und dann die nächsten zehn.

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Zwei Personen besprechen einen Vorgang am Tablet

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